Sonntag, 21. Dezember 2014

Die digitale Interaktion von Unternehmen #2

Seit einiger Zeit ist eine weitere Dimension als Interaktionsgruppe im Unternehmensumfeld dank "Internet of Things" bzw. "Internet of Everything", wie es Cisco gerne nennt, immer stärker im Kommen (und dies nicht seit es den Film "Terminator" gibt): Die Maschinen

Ob es sich um autonome Fahrzeuge handelt (Google ist Vorreiter in dieser Beziehung), Roboter in der Pflege (z.B. der Pflege-Roboter Twendy-One), einfache Haushaltsgeräte (Rauchmelder NEST) oder Roboter in Unternehmen sind (z.B. Robo-Lageristen bei Amazone), ich bin überzeugt, dass diese Gruppe im St. Galler Management Modell eingebettet werden muss.


Ich habe die Darstellung gegenüber der vorherigen Darstellung noch weiter verfeinert:

  • M2M - Maschinen als neue Interaktionsgruppe
  • B2C zwischen Lieferanten und Kunden habe ich wieder entfernt, da in Betrachtung aus einer Interaktionsgruppe immer weitere Verbindung zu anderen Gruppen geben wird.
  • B2B mit dem Staat wird in der Schweiz zumindest weiter zunehmen (siehe News vom Bund). Nur eGov als Kanal zu erwähnen wäre nicht ausreichend,

Sonntag, 2. November 2014

Die digitale Interaktion von Unternehmen

Die Anspruchsgruppen einer Unternehmung

"Eine Unternehmung ist niemals Selbstzweck, sondern sie erbringt ihre Geschäftstätigkeit, die einen gesellschaftlichen Nutzen stiften muss, in aktiver Interaktion mit verschiedensten Anspruchsgruppen." (Das neue St. Galler Management-Modell, Johannes Rüegg-Stürm) - Eine erfolgreiche digitale Transformation einer Unternehmung sollte nicht isoliert und auf die Unternehmung eingeschränkt in Angriff genommen werden. Gemäss dem St. Galler Modell hat eine klassische Unternehmung folgende Anspruchsgruppen:
  • Kapitalgeber
  • Kunden
  • Mitarbeitende
  • Öffentlichkeit / Medien / NGOs
  • Staat
  • Lieferanten
  • Mitbewerber
  • ....
Je nach Unternehmen und/oder Land können weitere Anspruchsgruppen vorhanden sein. Die Unternehmung muss für sich selber festlegen, welche Anspruchsgruppen wichtig und relevant sind.

Digitale Interaktionen mit Anspruchsgruppen

Eigene Darstellung, abgeleitet vom St. Galler Management Modell

Die digitale Interaktion zwischen der Unternehmung und den Anspruchsgruppen werden häufig wie folgt unterschieden:
  • B2B - Business to Business
  • B2C - Business to Customer
  • B2E - Business to Employee
  • eGov - eGovernment
Zwischen der Unternehmung (in der Mitte) und den Anspruchsgruppen (äussere Kreise) erfolgt der Informationsaustausch in dieser Darstellung auf dem digitalen Weg. Wie und was kommuniziert wird, kann je nach Anspruchsgruppe variieren. Für B2B ist evtl. genügend wenn Desktop Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Aber für die Kundschaft (B2C), die vermehrt auf Mobilität setzt, sind Kommunikationswege für mobile Endgeräte geeigneter. Dabei sollte aber auch geachtet werden, dass auch z.B. der Spediteur "Track &Trace" Services anbietet, die für Smartphones und Tablets optimiert sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Kunde eine negative Gesamterfahrung mit dem Produkt in Verbindung setzt.

In folgenden Post's werden die einzelnen Bereiche noch genauer durchleuchtet.


Montag, 20. Oktober 2014

Konvergenz in Mobile Business


Die heutigen bereits etablierten KMUs stehen vor neuen Herausforderungen. Sie sind sich an Vorgängen gewohnt, bei denen die Durchsetzung von neuen Technologien eher länger andauerte als heute mit der Durchdringung von mobilen Lösungen. Vergleichsweise brauchte das „normale/traditionelle“ Telefon 75 Jahre von der Markteinführung bis es 50 Millionen Nutzer verbinden konnte. Im Gegensatz dazu brauchte das iPhone lediglich 3 Jahre oder das Spiel „Angry Bird“ sogar nur 35 Tage um die gleiche Anzahl an Nutzer zu gewinnen. Die Durchsetzung von Technologien in der Gesellschaft ist heute im Vergleich zu früher um ein Vielfaches grösser geworden. Zudem zeigt die aktuelle Entwicklung, dass eine starke Konvergenz verschiedener traditioneller Bereichen bereits im Gange ist. Nach Bernd W. Wirtz werden folgende Konvergenzstufen unterschieden:


Die Herausforderungen für die Unternehmen
  • Die Konvergenz in Mobile Business ist unter anderem stark Technologie orientiert, schafft neue Möglichkeiten und eine Vereinfachung für die Endbenutzer. Im Hintergrund werden aber neue Herausforderungen geschaffen, welche für die bestehenden Unternehmen eine Anpassung ihrer bisherigen Prozesse oder die Anschaffung von neuen Systemen zur Folge haben. Beispiel: Die Entwicklung bzw. Anschaffung von mobilen Anwendungen (Web oder Native), deren fehlenden Interoperabilität mit bestehenden ERP Lösungen
  • Start Up’s ohne „Altlasten“, welche schon von Anfang an auf mobile Lösungen setzen, verdrängen die traditionellen Unternehmen. Um die eigene bestehende Marktposition halten zu können, werden neue Denkweisen benötigt. Die dafür notwendige Transformation kann für die Unternehmen sehr kapital- und/oder ressourcenintensiv werden. Beispiele: „Square“ macht jedes iPhones zu Bezahlterminals und verdrängt durch seine Einfachheit und günstigere Konditionen bisherige Akteure im Bezahlwesen (vorläufig erst in USA) oder „Uber“ - Taxi Bestellung, Tracking und Bezahlung mit App - gewinnt weiter an Marktanteilen auch in der Schweiz.
  • Der Geschäftsleitung eines KMUs fehlt der Überblick über die vielen Möglichkeiten im Mobile Business. Dies reicht von Mobile Search, Mobile Commerce, Mobile Payment bis hin zu Mobile Advertising und Mobile Marketing etc. Die Technologievielfalt zu verschiedensten Themen ist riesig und bietet je nach Anwendung Vor- und/oder Nachteile. Beispiel: Bei NFC (Near Field Communication) als Zahlungsmethode stellt sich die Frage, welche Gerätetypen sind in der Schweiz mit NFC ausgerüstet sind und wie hoch deren Verbreitung ist. Welche Grenzen gibt es? Ein Beispiel ist die Tatsache, dass der NFC Zahlbetrag auf CHF 40.00 limitiert ist.
Gemäss dem St. Galler Management Model, welches sich auch mit meiner persönlichen Einschätzung deckt, muss eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung gleichermassen durch Stabilität und Veränderung, durch Verunsicherung und erneute Vergewisserung, durch Wertschätzung der Tradition und unerschrockenes Beschreiten neuer Wege geprägt sein.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Disruption durch Mobile Internet


Innovationen und neue Technologien haben in der Vergangenheit immer wieder bewährte Geschäftsmodelle verdrängt und teilweise vollständig ersetzt - Disruption durch Technologien und Innovationen -  so zum Beispiel Kutschen durch Eisenbahn und Motorfahrzeuge, Schreibmaschinen durch Computer, Floppy Disk’s durch CD’s oder DVD’s, Analog-Kameras durch digitale Geräte wie Smartphones, usw. Mobiles Internet ist gemäss den Untersuchungen von McKinsey & Company eine der Technologien, die heute eine sehr starke Rolle spielt und in der Zukunft noch viel wichtiger sein wird. 

Mobiles Internet erfüllt die Voraussetzungen einer Disruption hinsichtlich folgende Punkte:

Geschwindigkeit
Disruptive Technologien schreiten in ihrer Weiterentwicklung sehr schnell voran oder/und haben eine hohe Durchdringungsrate aufgrund Ihres Preis/Leistungs-Verhältnisses im Vergleich mit den bisherigen Technologien. Einige Beispiele: 
  • 5 Million Dollar kostete der schnellste Computer (CDC-7600) im Jahre 1975. iPhone 4 hat die gleiche Performanz (MFLOPS) kostet aber 12’500 mal weniger. 
  • Der Verkauf von Smartphones konnte seit der Lancierung des iPhones im Jahre 2007 über das Sechsfache gesteigert werden.
Auswirkung
Damit eine Technologie ökonomisch eine Disruption bewirkt, muss sie eine grosse Auswirkung auf bestehende Produkte, Maschinen oder Lösungen haben und neue Märkte für Dienstleistungen, Techniken und Produkte eröffnen.
  • Durch mobiles Internet sind über 4.3 Milliarden Menschen mit dem Internet verbunden; somit wird für fast alle Unternehmen ein riesiger Markt für neue Produkte und Dienstleistungen zugänglich.

Ökonomische Wertschöpfung
Eine disruptive Technologie muss das Potential haben, einen massiven wirtschaftlichen Nutzen zu schaffen. Der Mehrwert spiegelt sich in der Profitabilität oder Einsparungen wieder.
  • 1.7 Billionen Dollar werden dem BIP (Bruttoinlandprodukt Welt) über Internet-Transaktionen zugeschrieben.
Aktuelle Analysen und Statistiken zeigen, dass im Jahr 2013 mehr Geräte, wie Smartphones oder Tablets, für das mobile Internet abgesetzt wurden als Laptops. Gemäss Bundesamt für Statistik besassen bereits 2010 92% aller Haushalte ein Mobiltelefon und 54% sogar zwei oder mehr Geräte. Per März 2013 nutzten 41.7% der Schweizer Bevölkerung das Internet mittels mobiler Geräte.



Die McKinsey & Company Analyse bezüglich der Disruption vom mobilen Internet zeigt auch auf, in welchen Bereichen die Disruption von mobilem Internet ihren Einfluss hat, beziehungsweise noch haben wird:

Grosse Auswirkung auf
  • Das Konsumverhalten
  • Neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmer
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Ökonomisches Wachstum und Produktivität

Mittlere Auswirkung auf
  • Das Arbeitsverhalten
  • Die Verschiebung des Mehrwerts vom Produzenten zum Konsumenten
  • Organisatorische Strukturen

Latente bzw. potentielle Auswirkung auf 
  • Lebensqualität, Gesundheit und Umwelt
  • Die Verschiebung des Mehrwerts zwischen Produzenten oder Industriezweigen
  • Die Veränderung von Vorteilen einzelner Länder
  • Die Beschäftigung
  • Regulatoren und Gesetzte


Die aufgeführten Auswirkungsfelder, welche durch disruptive Technologien und Innovationen stark beeinflusst werden, deuten darauf hin, dass die bisherigen Geschäftsmodelle und Strategien überdenkt, überarbeitet oder gar neu definiert werden müssen. Ansonsten droht der gleiche Werdegang wie zum Beispiel der Schreibmaschinen-Industrie, den Herstellern von analogen Fotokameras (KODAK Pleite) oder ganz aktuell der traditionellen Uhrenindustrie (vergleiche dazu den Beitrag von SRF).

Dienstag, 14. Oktober 2014

Bald ist es soweit...

Vorerst heisse ich Sie herzlich Willkommen! Bald werden Sie hier neue Blog Beiträge über die digitale Herausforderung im Alltag und in der Geschäftswelt lesen können. Ich freue mich jetzt schon auf die Reaktionen und Kommentare.

Und noch ein Disclamer vorab: Meine Blog Posts, die ich hier vetöffentliche, stehen nicht direkt mit meinem beruflichen Engagement in Verbindung.