Montag, 20. Oktober 2014

Konvergenz in Mobile Business


Die heutigen bereits etablierten KMUs stehen vor neuen Herausforderungen. Sie sind sich an Vorgängen gewohnt, bei denen die Durchsetzung von neuen Technologien eher länger andauerte als heute mit der Durchdringung von mobilen Lösungen. Vergleichsweise brauchte das „normale/traditionelle“ Telefon 75 Jahre von der Markteinführung bis es 50 Millionen Nutzer verbinden konnte. Im Gegensatz dazu brauchte das iPhone lediglich 3 Jahre oder das Spiel „Angry Bird“ sogar nur 35 Tage um die gleiche Anzahl an Nutzer zu gewinnen. Die Durchsetzung von Technologien in der Gesellschaft ist heute im Vergleich zu früher um ein Vielfaches grösser geworden. Zudem zeigt die aktuelle Entwicklung, dass eine starke Konvergenz verschiedener traditioneller Bereichen bereits im Gange ist. Nach Bernd W. Wirtz werden folgende Konvergenzstufen unterschieden:


Die Herausforderungen für die Unternehmen
  • Die Konvergenz in Mobile Business ist unter anderem stark Technologie orientiert, schafft neue Möglichkeiten und eine Vereinfachung für die Endbenutzer. Im Hintergrund werden aber neue Herausforderungen geschaffen, welche für die bestehenden Unternehmen eine Anpassung ihrer bisherigen Prozesse oder die Anschaffung von neuen Systemen zur Folge haben. Beispiel: Die Entwicklung bzw. Anschaffung von mobilen Anwendungen (Web oder Native), deren fehlenden Interoperabilität mit bestehenden ERP Lösungen
  • Start Up’s ohne „Altlasten“, welche schon von Anfang an auf mobile Lösungen setzen, verdrängen die traditionellen Unternehmen. Um die eigene bestehende Marktposition halten zu können, werden neue Denkweisen benötigt. Die dafür notwendige Transformation kann für die Unternehmen sehr kapital- und/oder ressourcenintensiv werden. Beispiele: „Square“ macht jedes iPhones zu Bezahlterminals und verdrängt durch seine Einfachheit und günstigere Konditionen bisherige Akteure im Bezahlwesen (vorläufig erst in USA) oder „Uber“ - Taxi Bestellung, Tracking und Bezahlung mit App - gewinnt weiter an Marktanteilen auch in der Schweiz.
  • Der Geschäftsleitung eines KMUs fehlt der Überblick über die vielen Möglichkeiten im Mobile Business. Dies reicht von Mobile Search, Mobile Commerce, Mobile Payment bis hin zu Mobile Advertising und Mobile Marketing etc. Die Technologievielfalt zu verschiedensten Themen ist riesig und bietet je nach Anwendung Vor- und/oder Nachteile. Beispiel: Bei NFC (Near Field Communication) als Zahlungsmethode stellt sich die Frage, welche Gerätetypen sind in der Schweiz mit NFC ausgerüstet sind und wie hoch deren Verbreitung ist. Welche Grenzen gibt es? Ein Beispiel ist die Tatsache, dass der NFC Zahlbetrag auf CHF 40.00 limitiert ist.
Gemäss dem St. Galler Management Model, welches sich auch mit meiner persönlichen Einschätzung deckt, muss eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung gleichermassen durch Stabilität und Veränderung, durch Verunsicherung und erneute Vergewisserung, durch Wertschätzung der Tradition und unerschrockenes Beschreiten neuer Wege geprägt sein.

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