Dienstag, 13. Oktober 2015

Einführung in "Internet of Things"


Einer der wichtigsten technologischen Mega-Trends in der heutigen Zeit ist die Vernetzung von Objekten – das "Internet der Dinge", kurz „IoT“. Forbes, eines der erfolgreichsten und bedeutsamsten Wirtschaftsmagazine, hat in einer ihrer Publikationen zu diesem Thema berichtet, dass Unternehmen wie Cisco, GE oder IBM den globalen BIP Zuwachs mit IoT von ca. 10 bis 19 Billionen Dollar für die nächsten 20 Jahre schätzen (Press, 2014). Dass es sich bei IoT um keinen kurzlebigen technologischen Hype handelt, wird durch die Betrachtung der enormen Investitionen deutlich:
  • Der Such-Gigant Google übernahm letztes Jahr Nest Labs, Hersteller von intelligenten Thermostaten, für 3.2 Milliarden Dollar (Tilley, 2014) 
  • Die in der Schweiz führende Telekommunikationsgesellschaft Swisscom investiert in neue "Low Power"-Netzwerke in Städten, um kleine und akkubetriebene Objekte effizient vernetzen zu können – das Netz der Dinge entsteht. (Maron, 2015) 
  • Cisco Investments erhöht das bereits vorhandene Investitionsvolumen von 2 Milliarden Dollar, um weitere Unternehmen und Startup’s in den Bereichen der neuen Technologien u.a. IoT Firmen akquirieren zu können. (Cisco Systems, Inc., 2014) 

Der prognostizierte Einfluss im globalen Bruttoinlandprodukt und die Investitionsaktivitäten in der Wirtschaft führen zum Schluss: Der Vernetzung von Objekten wird eine sehr hohe Bedeutung beigemessen. Die dargestellten Kreise in Abbildung 1, die proportional zum jeweiligen Volumen gehalten sind, visualisieren welches Potential mit IoT vorhanden ist.


Quelle: Eigene Darstellung


Im Jahr 2013 betrug die Anzahl der Internetnutzer weltweit bei knapp 2.6 Milliarden. Bis 2018 wird die Nutzerzahl voraussichtlich nochmals um 0.8 Milliarden ansteigen (eMarketer; American Marketing Association, 2014). Auch wenn bis 2020 alle Babys, Kinder, Grosseltern das Internet nutzen oder alle Menschen mit Netzzugang zwei bis drei Telefone und Tablets besitzen würden, wird das Potential der Vernetzung der Menschheit mit 50 Milliarden IoT-Einheiten bis 2020 in den Schatten gestellt (Evans, 2011).


Doch was bedeutet konkret IoT, und wie ist die Wertschöpfungskette von „smarten“-Lösungen? Welchen Nutzen und welche neuen Geschäftsmodelle können sich durch die Vernetzung der Objekte ergeben? Und was muss das Management unternehmen, um neue innovative Wertangebote für die Kunden mit der Unterstützung von IoT anbieten zu können? In meinen folgenden Blog-Posts werde ich versuchen, diese Fragen zu beantworten und weitere Insights zu geben.

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